Toskana 2009

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Dieses Jahr wollten wir wieder mal nach Italien, die Toskana war das Ziel. Von der Planung waren acht Leute angedacht, vier schafften es dann am 02.10. 2009 in Richtung Süden!

Die Panoramen sind als Vollbilder verlinkt, bei langsamen Anschlüssen hat man einen längere Ladezeit!

1. Tag

Nach einiger Überlegung hatten wir beschlossen, das wir am ersten Reisetag schon am Rand der Alpen starten wollten. So wurde aus dem geplanten ersten Tag eigentlich der zweite. Wir sammelten uns am bereits am Dienstag um 16:30 in Kemnath an der Tankstelle um von dort aus nach Weer zum Schmalzerhof zu fahren. Dort hatten wir eine Zwischenübernachtung eingeplant. Gegen 20:45 trafen wir dort auch ein und gönnten uns noch ein gutes Abendessen.

2. Tag

Nach einem guten Frühstück ging es dann um 08:45 weiter in Richtung Süden. Über die alte Römerstrasse erklommen wir den Brenner. Die Brennerbundesstrasse fuhren wir bis Sterzing, da bogen wir dann rechts ab um das Penser Joch zu befahren. Über das Sarntal ging es dann in Richtung Bozen weiter. Hier machten wir eine äußerst unangenehme Bekanntschaft mit den italienischen LKW Fahrern. Auf dieser Strecke sind sehr viele Tunnel, aus einem kam uns ein LKW entgegen. Wir waren nicht zu schnell unterwegs, nur der LKW brauchte halt den ganzen Tunnel um oben nicht anzuecken. Leider machte Daniel Bekanntschaft mit dem Heck des Lasters. Zum Glück blieb es bei einer leichte Berührung! Der Schreck war im aber sehr gut anzusehen!
 

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Bei Bozen ging es dann auf die Autostrada um noch einige KM zu machen, heute waren doch über 600 km zu fahren. Bei Torbole verliesen wir dann die Autobahn um am Westufer des Gardasees entlang zu fahren.
 
 
 
 
 
 
0004 In Riva wollten wir nochmals Sprit nachfüllen, was bei den zwei LT´s ohne Probleme gelang, nur bei der RS gab das Tankschloss den Geist auf. Dieses Problem war dann mit einem Hammer und zwei Schraubenziehern auch schnell gelöst. Nach dem Tanken dann noch eine kurze Pause und weiter ging es.

Das Westufer ist von der Landschaft her am schönsten. Lieber wäre ich noch mal rechst ins Gebirge abgebogen, aber wir hatten zu wenig Zeit. So erreichten wir die Autobahn und ab ging es Richtung Osten und Süden!

 

Gut 100 km vor dem Ziel „krachten“ uns dann die Knie dermaßen, das wir einen Halt zum vertreten der Beine einlegen mussten. Auch war die Außentemperatur doch auf eine beachtliche Höhe angewachsen, so konnten wir uns diverser Isoliermaterialien entledigen und unseren Flüssigkeitshaushalt mit Wasser ausgleichen.

 
 

Um keine Probleme mit dem Vermieter des Hauses zu bekommen hab ich dann noch den vierten Mann , Karl „Batzi“ aus Innsbruck angerufen, damit er sich ums Haus kümmert falls er eher als wir dort war. Karl ist schon am Montag in der frühe von Innsbruck aus auf die Reise gegangen. Gegen 18:30 verließen wir dann die Autobahn an der Ausfahrt Badia und – wie schön – ging es gleich nach der Zahlstelle mit einer 180 Grad Kurve ab ins toskanische Kurvenlabyrinth! ;-)

 
 

Nach dem aufsuchen einer Tankstelle, gingen wir dann die letzten 60 km bis zum Haus an. Gegen 19:45 trafen wir dann in San Baronto ein, konnten aber das Haus nicht finden. Eine kurze Kontrolle des Handys ergab, das Karl schon am Nachmittag ankam und bereits im Pool war! Ein kurzer Anruf bei Ihm und er holte uns an der Strasse ab.

00050006Das Haus lag etwas zurückgesetzt am Hang und war von der Strasse aus unmöglich zu sehen. War aber doch super gelegen. Ein Blick von der Terrasse entschädigte für alle Mühen! Da wir nur vier Leute waren, wurden die Räume so aufgeteilt, das jeder ein Zimmer für sich hatte. Dann ging es zum Abendessen. Hierfür suchten wir ein Restaurant im Ort auf und ließen bei einer guten Flasche Wein und einer Pizza den Abend ausklingen.



 


3. Tag

 

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Das im Wetterbericht vorhergesagte schlechte Wetter war nicht zu sehen. Ja der Himmel war etwas zugezogen, aber es war trocken und auch schön warm. Was will man mehr. So ging es nach dem Frühstück los in Richtung Siena.

 

 

 

 


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0011 Über ein paar sehr schöne Strecken kurvten wir im Zickzack nach Süden. Um die Stadt Siena zu erreichen. Die Landschaft hier hat ihren besonderen Reiz, da es keine größeren zusammen hängenden Täler gibt.

 

 

 

 

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Die obligatorische Kaffeepause legten wir gegen 10:00 Uhr ein. Von da an zeigte die geplante Strecke noch ein paar schöne Kurven nach Siena an, welche aber vom zeitlichen Rahmen her nicht mehr passten. So musste ich schweren Herzens die Strecke kürzen, so das wir gegen 12:15 in Siena ein fuhren.

 

 

 

 

 

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Bei der Durchfahrt durch die Stadt in Richtung Zentrum hat man ja immer das Auge offen nach einer guten Parkposition. Die bot sich hier völlig unerwartet in einem historischen Bogen an, es schien ein Tor aus einer ehemaligen Stadtbefestigung gewesen zu sein. Dort standen schon viele Roller und Motorräder, für unsere vier Maschinen war noch ausreichend Platz. Von da an ging es dann zu Fuß weiter in das Stadtzentrum. Auf der Piazza da Campo fanden wir dann auch einen Tisch und ließen uns ein Schmackhaftes Mittagessen servieren. Nur auf den Wein mussten wir heute verzichten.
 
 
 
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So ging es nach der Pause wieder zu Fuß zurück zu den Motorrädern und wir starteten auf direktem Wege nach Hause da wir doch mal den Pool aufsuchen wollten. Nach gut der halben Strecke stellten wir fest, das das schlechte Wetter doch auch in der Gegend unterwegs war, die Strasse war Nass! So hatten wir gut 30 km bis zum Haus hatten kam mir das Schild nach San Gimignano vor die Nase, nachdem es nur 11 km waren bog ich kurzentschlossen ab.

 

 

Nach einer etwas schwierigeren Parkplatzsuche, starteten wir dann zur Exkursion in die Altstadt. Die alten Häuser und Straßen mit Ihren Landschaftsblicken haben schon Ihren Reiz. Sogar ein Celato vom Weltmeister der Eismacher ( http://www.gelateriadipiazza.com/ ) konnten wir essen.

 

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Danach ging es dann zurück, während des Spazierganges durch den Ort hatten wir beschlossen einen Supermarkt zu suchen und die Infrastruktur des Hauses für das Abendessen zu nutzen. So suchten wir auf dem Rückweg einen Supermarkt. Das schlechte Wetter hatte wohl den gleichen Gedanken und traf uns auf dem Weg zum Supermarkt. Es war aber so höflich und wartete vor der Tür auf uns. So wurden wir doch auch etwas nass auf dem Weg zurück ins Haus.

0031Gut 24 km vor dem Haus sollten wir die Bekanntschaft mit den Gepflogenheiten der italienischen Staatsbahn machen. Ein Bahnübergang schloss und es entstand eine Autoschlange, gut 20 Autos vor dem Übergang ordneten wir uns ein und warteten Geduldig die ersten 10 Minuten . Ein Zug querte, nach weiteren 10 Minuten querte ein zweiter Zug, nach gut weiteren 8 Minuten querte ein dritter Zug, die Bahnschranke blieb aber weiterhin zu. Nach knapp 40 Minuten interessanten Gesprächen mit den Einheimischen, Daniel ist durch seine Sprachkenntisse eine Segen! Suchte ich dann mit Hilfe meines Gamin´s einen Ausweg, der sich mit 4 km Umweg dann auch bot. Wir hatten nur Glück, das das Wetter nicht am Bahnübergang anhalten musste und deswegen schon ohne uns weiter gezogen war. Nach diesem Ausflug kamen wir dann wieder am Haus an und bereiteten unser Abendmahl.

Bei einem schönen Glas Rotwein genossen wir dann die Aussicht und ließen den Abend ausklingen.

 

 


4. Tag

 


0032Heute morgen war das Wetter so schön, dass wir auf der Terrasse frühstückten. An diesem Tag war der Wettergott wieder etwas besser auf uns gestimmt! Die Wolken hatten zwar die Täler eingehüllt, aber der Himmel darüber war blau und Wolkenlos.

 

 

 

 

 

 

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Über viele schöne und verwinkelte Straßen kämpften wir uns vor ans Meer und folgten der Felsenküste bis Livorno. Dort fanden wir in einem Café an der Mole einen Platz für ein Mittagessen.

 

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Wir durchquerten die Stadt und folgten den Strand, bis wir nach Pisa abbiegen mussten. Das Pisa ein Touristenmagnet ist stellten wir dort fest. Da kein vernünftiger Motorradplatz gefunden werden konnte,okkupierten wir einen PKW Platz. Auf unserem Weg zum schiefen Turm von Pisa stellten wir dann fest dass 500 m weiter auch Motorradplätze gewesen wären!

 

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Der Hauptplatz mit dem Dom und dem Turm war gut mit Touristen gefüllt. Wir warfen einen Blick auf die Sehenswürdigkeit und wanderten wieder zurück in die Richtung unserer Motorräder. Auf dem Weg dahin ließen wir uns von einer hübschen Sizilianerin einen Espresso machen.

Heute führte der Weg ohne Umwege zurück zum Haus, nein wir suchten noch eine Bäckerei auf, da wir frisches Brot brauchten. Und der letzte Abend in unserem Ferienhaus brach an.

 

 


5. Tag

Nach einer kurzen Reinigung im Haus, dem Packen unserer Motorräder starteten wir dann den ersten Teil der Heimreise.

 

Die heutige Kulturstation war Lucca, berühmt durch seine Stadtmauer. Innerhalb dieser stellten wir unsere Motorräder ab. Den Tip bekamen wir von einer alten Dame die uns sah als wir wieder auf dem Autoparkplatz parken wollten.

 

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Der Weg durch die Stadt führt uns zu unserem Morgenkaffee! Als dieser getrunken war, starteten wir erneut die Motoren und fuhren in Richtung toskanischen Apenin. Hier fanden wir einige schöne Strassen und Wege. Auch einen schönen Rastplatz für unsere Mittagspause. Bau Aulla kam dann die unvermeidliche Autobahn die wir bis Brescia nutzen mussten. Dort ging es dann am Lago d´Iseo entlang in die Berge.

 

Am Eingang der Berge machten wir nochmals Kaffeepause, dann kam die Auffahrt auf den Gavia Pass. Diese fand zu fast idealen Bedingungen statt, so gut wie kein Verkehr und eine super Licht durch die langsam untergehende Sonne. Ein Genuss!

 

In Bormio fanden wir dann unser Hotel Eira, in welchem leider die Küche geschlossen hatte! So bekamen wir durch die Mithilfe unseres Vermieters einen Tisch in einem guten Restaurant in der Stadt. Welches uns mit einem sehr guten Essen verwöhnte, Daniel stellte uns einen Franciacorta Sekt vor die Nase. Einfach spitze dieses Getränk. So klang der Abend gemütlich aus. Der der Tisch um 20:00 wieder geräumt sein musste, nahmen wir unseren Kaffee an der Theke und machten uns dann zu Fuß auf den Heimweg.

 

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6. Tag

0056Heute ging es nach dem Frühstück mit großen Schritten in Richtung Heimat!Wir fuhren auf das Stilfser Joch und bogen dann Richtung Umbrail Pass ab. Über den Reschen kamen wir dann nach Samnaun dort tankten wir für den Wahnsinnspreis von 0,84 € /Ltr.. Und fuhren weiter bis zum Gaacher Blick. Dort gab es im neu Gebautem Wirtshaus der Naturparkverwaltung ein gutes Mittagessen.

 

 

 

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Danach Verabschiedete sich Karl von uns und wir fuhren Richtung Leermoser Tunnel und Fernpass nach Deutschland zurück. Mussten dort am unvermeidlichen Wochenendverkehr vorbei und erreichten nach "einerendlosensichdurchschlängelnundimmerwiederreinordnenoderüberholdenderweise" Garmisch.


Dort auf die Autobahn und ab nach München, A9 und A93, so kamen wir dann alle so gegen 19:00 Uhr bei uns zu Hause an.